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96 - Alte Liebe
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180!
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Schon seit einigen Jahren verfolge ich mit großem Interesse die Übertragungen der PDC-Darts-WM aus London, die immer im Dezember/Januar eines Jahres stattfindet. Ich bin immer wieder fasziniert von der Präzision, mit der die Spieler die Pfeile unter größter nervlicher Anspannung in die richtigen Felder des Dartboards bringen.

Durch die Ausweitung der Darts-Übertragungen auf Sport1 wurde auch mein Interesse an Darts immer größer und nach ersten virtuellen 'Gehversuchen', zumindest auf der Wii Darts zu spielen, beschloss ich im Jahr 2013, mir ein richtiges Dartboard zu kaufen und selbst zuhause ein wenig zu üben.

Anfangs begann ich mit einem günstigen Paperboard für Einsteiger, doch schon bald legte ich mir immer höherwertige Dartscheiben zu. Mittlerweile besitze ich mit dem 'Blade4' ein richtiges Turnier-Dartboard, zudem habe ich mir zum Schutz der Wand vor Löchern ein sogenanntes 'Surround', das um die Dartscheibe gesteckt wird, gekauft. Auch ein entsprechender Dart-Teppich, der den korrekten Abstand zum Board darstellt, liegt mittlerweile in meinem Dartkeller. :-)


Die Regeln und die Zählweise beim Darts sind nur auf den ersten Blick etwas kompliziert, mit ein wenig Übung hat man das aber ziemlich schnell begriffen.

Zunächst geht es darum, das Dartboard richtig aufzuhängen (nämlich so, dass sich der Mittelpunkt der Scheibe, das sogenannte Bullseye, in 1,73 Meter Höhe befindet) und den korrekten Abstand beim Wurf (der 2,37 Meter beträgt) einzuhalten.


Danach sollte man sich mit der Zählweise beim Darts vertraut machen. Es gibt Einzel-, Doppel- und Triplefelder. Trifft man eines der etwas größeren Felder, so wird der geworfene Wert einfach gezählt. Trifft man dagegen aber ein Feld des äußeren Rings der Scheibe, so zählt der geworfene Wert doppelt. Findet ein Dartpfeil seinen Weg sogar in ein Feld des inneren Rings, so zählt der geworfene Wert dreifach!


Wirft man also beispielsweise in das schwarze 20er-Feld, zählt der Wurf 20 Punkte. Trifft man dagegen das äußere rote Feld im 20er-Segment, so zählt der Wurf 40 Punkte. Für einen Treffer im inneren roten Feld im 20er-Bereich gibt es 60 Punkte, was auch der Höchstpunktzahl für einen Wurf entspricht. Ein Treffer im Mittelpunkt der Scheibe, dem Bullseye, entspricht 50 Punkte und für einen Treffer im grünen Kreis um das Bullseye herum, dem sogenannten Single-Bull, gibt es immerhin noch 25 Punkte.

Man darf immer drei Würfe pro 'Aufnahme' machen, dann werden die Punkte dieser drei Würfe zusammen gezählt und der Gegner ist an der Reihe. Somit beträgt die Höchstpunktzahl, die man pro Aufnahme erzielen kann, 180 Punkte.

Auch mir ist schon mal eine 180 gelungen! :-)


Es gibt nun verschiedene Spielvarianten. Die häufigste Variante ist das '501', d.h. man beginnt mit 501 Punkten und muss diese mit möglichst wenig Würfen auf Null herunter spielen. Eine weitere Schwierigkeit ist dabei die 'Double-Out'-Regel, d.h. man muss mit dem letzten Wurf ein Doppelfeld treffen, also bei 20 Punkten Rest beispielsweise die Doppel-10. Hat man das geschafft, so gewinnt man das 'Leg'.

Die meisten Turniere werden im Leg-Modus gespielt, dort gewinnt dann derjenige Spieler, der zuerst eine bestimmte Anzahl von Legs (meistens sechs) gewonnen hat. Es gibt aber auch andere Varianten, so wird bei der PDC-WM zum Beispiel in Sätzen gespielt, dort braucht man zum Gewinn eines Satzes drei Legs und muss dann eben eine vorher festgelegte Anzahl von Sätzen (meist drei) gewinnen.

Zudem gibt es die verschiedensten Gestaltungsmöglichkeiten, was die Dartpfeile angeht. Ein Dartpfeil besteht aus drei Teilen: Dem Barrel, an dem man den Pfeil anfasst, dem Schaft, der meist auf den Barrel geschraubt wird und den Flights, die in den Schaft gesteckt werden. Alle drei Teile können das Flugverhalten natürlich wesentlich beeinflussen, so dass jeder selbst herausfinden muss, welche Dartpfeile (auch vom Gewicht her) die besten sind.

Ich bevorzuge derzeit 21 Gramm Supergrip-Barrel von Harrows, auf die ich Pro Grip-Schäfte von Target geschraubt habe. Die Flights sind in der Regel von Michael van Gerwen-Ausrüster XQMax.

Riesig gefreut habe ich mich, als im September 2013 erstmals ein Dartsturnier mit fast allen weltbekannten Topspielern in der Halle 39 in Hildesheim ausgerichtet wurde. Selbstverständlich war ich dort dabei, auf dem Foto unten sieht man mich ganz links im dunkelgrünen Shirt bei einem Match des holländischen Topstars Raymond van Barneveld.


Da das Turnier damals ein voller Erfolg war, findet nun jährlich ein Event der PDC (Professional Darts Corporation, also einer der beiden großen Verbände) in Hildesheim statt. Natürlich war ich auch bei sämtlichen Folgeturnieren dabei und werde mir auch für das Turnier im nächsten Jahr wieder Karten besorgen.

Ein weiteres Darts-Highlight war für mich die zufällige Begegnung mit dem damaligen Vizeweltmeister Peter Wright im Januar 2014, der beim Turnier in Hildesheim antrat und den ich durch Zufall in einem Hildesheimer Sportgeschäft traf. Bereitwillig ließ er sich mit mir fotografieren, wechselte ein paar nette Worte und gab mir gleich mehrfach die Hand. Ein wirklich sehr netter Typ, dessen Fan ich spätestens seit dieser Begegnung geworden bin!


Vor allem die PDC Darts-WM jedes Jahr im Dezember ist der absolute Höhepunkt für alle Dartfans! Im Londoner Alexandra Palace (auch 'Ally Pally' genannt), spielen die besten Spieler der Welt drei Wochen lang um den Titel.
In diesem Jahr gewann etwas überraschend Rob Cross aus England gleich bei seinem WM-Debüt den Titel. Wie man auf dem Foto unten gut erkennen kann, bin auch ich zur WM immer bestens vorbereitet. ;-)


Mittlerweile wird durch Sport1 und DAZN immer mehr Darts im Fernsehen und im Internet übertragen, so dass Spieler wie Gary 'The Flying Scotsman' Anderson, Michael 'Mighty Mike' van Gerwen, Raymond 'Barney' van Barneveld oder eben Peter 'Snakebite' Wright eine große Fangemeinde in Deutschland haben. Mich jedenfalls hat das Dartsfieber total gepackt und ich werde diesem faszinierenden Sport weiterhin treu bleiben!

 
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