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Prince in Berlin 2010!
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Am 5. Juli 2010 gab Prince ein deutschlandweit einzigartiges Konzert in der Berliner Waldbühne und natürlich musste ich bei diesem einmaligen Ereignis dabei sein. Es war wohl eines der besten Konzerte von ihm in Deutschland bzw. Europa und wird für mich immer ein unvergessliches Erlebnis bleiben.


Prince in Deutschland!!! Natürlich wollte ich es mir trotz hoher Kartenpreise (höchste Kategorie 155 Euro, günstigste Tickets für etwa 70 Euro) nicht nehmen lassen, bei diesem einmaligen Event dabei zu sein und so buchte ich zwei Tickets der besten Kategorie für mich und meine Freundin Carina.

Bereits die Anreise zur Waldbühne erwies sich als ziemlich kompliziert, denn die letzte S-Bahn-Haltestelle 'Ruhleben' war gesperrt, so dass wir schon am Olympiastadion aussteigen mussten. Da wir das erste Mal in Berlin waren, wussten wir natürlich nicht die genaue Lage der Waldbühne und standen damit - wie sich herausstellen sollte - nicht alleine da. Denn vom Olympiastadion bis zur Waldbühne lag noch ein Fußmarsch von gut 20 Minuten vor uns, eh wir dann endlich am Ziel angekommen waren.

Wenn man die Waldbühne betritt, so bietet sich einem erst einmal ein etwas beklemmender Anblick, denn die Treppen, die zu den einzelnen Blöcken führen, sind doch sehr steil und es geht in der Tat von ganz oben bis ganz unten richtig steil hinunter.

Aufgrund einiger Erfahrungen bei früheren Konzerten waren wir früh genug zum Konzert aufgebrochen und das sollte sich als richtig erweisen. Denn so bekamen wir in unserem Block C, der direkt an den Innenraum grenzte, sehr gute Sitzplätze mit bester Sicht direkt frontal auf die Bühne. Unser Block sollte sich später auch als 'Promiblock' herausstellen, denn viele Prominente wollten sich das Konzert des Jahres ebenfalls nicht entgehen lassen und so saßen z.B. Bill und Tom Kaulitz (inklusive mehrerer Bodyguards) von Tokio Hotel, der Schauspieler Hannes Jaenicke und Sänger Peter Kraus nur wenige Reihen hinter mir.

Auch wenn von den knapp 22.000 Karten nur 17.500 verkauft worden waren, so füllte sich die Waldbühne mit zunehmender Zeit immer mehr und als es um 19.45 Uhr schließlich losging, war das weite Rund bis auf die beiden vorderen Außenblöcke sehr gut gefüllt.


Prince wurde mit überschwänglichem Applaus begrüßt und sorgte bereits von der ersten Minute des Konzertes an für klasse Stimmung. Er eröffnete die Show mit 'Lets go crazy', danach folgte 'Delirious' und '1999'. Zur Unterstützung hatte er Sheila E., seine langjährige Weggefährtin mitgebracht, die ihn an den Percussions begleitete.  Auch der großartige Mundharmonikaspieler Frédéric Yonnet sorgte mit seinen Einlagen immer wieder für Begeisterungsstürme bei den Fans.


Dank der Videowall im Hintergrund der Bühne konnte man das Konzert sicherlich auch von den hinteren Plätzen sehr gut verfolgen und auch uns entging auf unseren sehr zentral gelegenen Plätzen natürlich nichts. Auffällig war, dass Prince auf der Bühne zwischen den Songs niemals öffentlich trank, sondern immer zum nicht direkt einsehbaren Bühnenrand ging, wo bei den sommerlichen Temperaturen sicherlich einige Getränke gestanden haben dürften.

Bereits nach wenigen Songs tanzten und feierten nicht nur die Fans im Innenraum, sondern fast alle Zuschauer erhoben sich von ihren Sitzplätzen, um mitzutanzen. Nach etwa 20 Minuten gab Prince die Anweisung, die Zuschauer aus den oberen Blöcken in die nicht belegten unteren Blöcke zu lassen, was allerdings zu derartigen Massenwanderungen führte, dass ich im ersten Augenblick wirklich etwas Angst um unsere Sicherheit hatte. Aber letztlich verteilten sich die Zuschauer nun tatsächlich besser auf die einzelnen Blöcke, so dass die Stimmung und Atmosphäre anschließend noch genialer war.


Wie auf dem oberen Bild zu sehen, holte Prince zu einem Song sogar Fans zum Mittanzen auf die Bühne, wobei das vorher abgesprochen und somit keine spontane Aktion gewesen war. An einer anderen Stelle des Konzertes warf er nach dem Song 'Guitar' (der einer der Höhepunkte des Konzertes war) seine Gitarre in die Fans und der Roadie hatte Mühe, sie umgehend wiederzuholen.

Sehr gut gefiel mir vor allem, dass Prince wieder die ganzen alten Hits wie 'Little Red corvette', 'Kiss', 'Controversy' oder 'When u were mine' gespielt hat. Dazu gab es etwas 'jüngere' Songs wie 'Peach', 'Guitar' oder auch den recht neuen Titel 'Hot Summer'. Die absoluten Höhepunkte des Konzertes waren aber definitiv die wunderbare Soul-Version von 'Nothing compares 2 U', das Duett mit Sheila E. bei 'A love bizarre' und natürlich als Zugabe 'Purple Rain'.

Insgesamt dauerte die reguläre Show 90 Minuten, allerdings ließ sich der Meister nicht lumpen und gab drei Zugaben, so dass er erst nach zweieinhalb Stunden die Waldbühne wieder verließ, die Herzen seiner Fans aber erneut im Sturm erobert hatte. Die hohen Ticketpreise waren vergessen, es war das Geld definitiv wert und abschließend kann man den Gesamteindruck nicht besser zusammenfassen als es Carina in vier Worten getan hat: 'Es war so geil!'

Zum Schluss gibt es hier noch die Setlist des Konzertes zum Nachlesen, also alle Songs, die Prince gespielt hat (natürlich ohne Gewähr): Venus de Milo/Lets go crazy - Delirious - 1999 - Little Red Corvette - The Bird/Jungle Love/The Glamorous Life - Sheila E. drum solo - Crimson and Clover - Peach - Spanish Castle Magic/When u were mine/Hot Summer - Nothing compares 2 u - Ol' Skool company - Controversy - A Love bizarre - Sexy Dancer/Le Freak - Housequake - Forever in my Life/Act of God - 7 - Guitar - Kiss - When will we b paid/Purple Rain - Dance (Disco Heat)

© der Konzertbilder by Jens Müller 2010

 
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